Conny und Gijs … und die Reise

March 24th, 2008

Heute der letzte Teil unseres Reisenberichtes und damit auch die vierzehnte und letzte Galerie. In der heutige Galerie einfach mal ein paar Bilder von Conny und von mir selber. Die Reise war nach knapp 5 Wochen zu Ende und Conny musste nach 2 Monate Aufenthalt in Australien auch wieder zurück nach Berlin. Ich glaube, sie wäre gerne hier geblieben und ich hätte mir nichts lieber gewünscht als das. Aber ein Pflegedienst lässt sich leider noch nicht auf Entfernung steuern und somit sitzt sie wieder in Berlin in ein Büro und auch ich bin hier wieder an meine Arbeitsstätte zurückgekehrt. Und die jetzige Situation wird leider noch eine Weile andauern müssen, da ich an einen Vertrag gebunden bin der besagt dass ich hier bis zum Jahresende arbeiten muss.

Am allerliebsten würde ich sofort wieder mit ihr verreisen aber dann ein ganzes Jahr. Australien ist groß genug um ein Jahr lang nur durchs Land zu fahren ohne sich langweilen zu müssen. Wenn man sich auf der Karte letztendlich anschaut wo wir lang gefahren sind, dann ist das noch nicht einmal ein fünftel des ganzen Landes. Dazu kommt noch dass wir uns eigentlich ziemlich beeilt haben. An manchen Orten wären wir gerne ein wenig länger geblieben. Und auch die Inseln wie Kangaroo Island oder Tasmanien hätten wir gerne noch gesehen. Teuer muss so eine Reise eigentlich nicht sein. Solange man nicht allzu oft in Hotels pennt, lässt sich das alles locker finanzieren. Der Tagesbedarf liegt nicht wirklich hoch solange man in Gebieten wie den Outback unterwegs ist. Es gibt ja kaum etwas woran man Geld ausgeben kann und wenn man ein bisschen aufpasst mit was man zum essen einkauft, ist das Leben recht billig. In den Städten ist das natürlich wesentlich anders. Was es allerdings teuer machen kann, ist Brennstoff. Der Landcruiser verbraucht locker 14 Liter auf 100 Kilometer und wenn man ins Gelände fährt sind es sogar noch mehr. Eine Tankfüllung kostet dann etwas über 100 Dollar und damit kommt man dann in etwas 500 km weit.

Abgesehen vom Dieselverbrauch waren wir aber sehr zufrieden mit dem Landcruiser. Übrigens auch mit der Inneneinrichtung. Unser Auto hat gut gehalten. Der Auspuff ist uns abgebrochen und zweimal hatten wir Steinschlag aber das war es dann auch schon. Insgesamt ein sehr gelungener Trip und es gibt nichts was mit jetzt spontan einfällt was ich anders machen würde wenn wir noch einmal fahren würden. Wer weiß klappt es noch einmal. Oder ich fahr einfach von hier über China, die Mongolei, Russland und Polen wieder zurück nach Berlin…

Australian Stockman’s Hall of Fame

March 23rd, 2008

Die Stockman’s Hall of Fame war unsere letzte Station bevor wir uns endgültig auf dem Weg nach Melbourne machen würden. Die Hall of Fame liegt in Longreach. Und Longreach ist die Stadt wo 1920 Quantas gegründet wurde. Mitten im Outback. Von Airlie Beach bis Longreach waren es ungefähr 950 Kilometer. Nach Melbourne danach sind es noch gute 2000 Kilometer.

Auf dem Weg nach Longreach kommt man schon in die Stimmung für die ganze Stockman’s Geschichte. Man sieht jede Menge Schafs- und Rinderherden. Früher waren die Stockmen meistens zu Pferd unterwegs. Mittlerweile haben sie ein Moped oder auch ab und zu mal so ein Quad. Sie müssen heutzutage auch nicht mehr weit mit der Herde durchs Land ziehen. Das Vieh wird mit sogenannter Road Trains transportiert. Der Stockman hat auch immer mindestens ein Hund dabei. Es ist erstaunlich wie sehr die Hunde sich an ihre „Arbeit“ gewohnt haben. Witzig war auch zu sehen wie die Hunde oft hinten einfach auf ein Pickup oder Motorrad sitzen. Dass die nicht runterfallen, verstehe ich auch nicht.

Die Hall of Fame erzählt die ganze Geschichte dieser Stockmen und das war wirklich interessant. Ich kann das echt empfehlen. Das Gebäude selber ist auch schon sehr ungewöhnlich für die Gegend. Das Museum wird gesponsert von R.M. Williams, eine Firma die schicke Arbeitskleidung herstellt. In der vorletzte und dreizehnte Galerie die Bilder aus Longreach.

Great Barrier Reef

March 22nd, 2008

Das Great Barrier Reef ist das größte und Korallenriff der Erde. 1981 wurde es von der UNESCO zur Weltnaturerben erklärt. Das ganze Riff ist über 2000 Kilometer lang und eigentlich besteht es aus knappen 3000 einzelnen Riffen.

Conny und ich sind vor Anker gegangen in Airlie Beach. Dieser Ort ist bekannt als Backpacker Partymeile und wir sind hier 4 Tagen geblieben. Das war auch einer unsere letzten Stationen dieser Reise. Direkt vor der Küste liegen die Whitsundays, eine Gruppe von 74 schönen Inseln. Einige Inseln beherbergen schicken Kur- und Urlaubsresorts aber das war für unseren Geldbeutel vor allem am Ende der Reise nicht mehr weggelegt. Andere Inseln bieten Campingplätze und jede Menge an Aktivitäten. Da wir aber im Auto schliefen und kein Zelt dabei hatten, waren die Campingplätze auch keine Lösung da man nicht mit dem Auto auf die Inseln kann.

Wir haben es uns dann gemütlich gemacht auf einem Campingplatz in Airlie Beach. Hängematte raus und fertig. An den ersten beiden Tagen war es echt Scheißwetter. Wir konnten nur nach Airlie Beach kommen, indem wir durch eine Absperrung gefahren sind an einer geschlossenen Straße. Die Straße stand auf ein ordentliches Stück unter Wasser. Lustig war dann aber dass uns in Airlie Beach Backpacker fragte ob unser Auto dann durch die Fluten fahren könnte da einige von dort weg wollten und die öffentliche Busse nicht fuhren. Von Airlie Beach haben wir noch ein paar Ausflüge gemacht unter anderem nach Bowen und Proserpine. Ärgerlich war dass wir bei diesen Ausflüge zweimal innerhalb drei Tagen Steinschlag hatten und somit zweimal in diese Woche die Windschutzscheibe reparieren lassen mussten.

An den dritten Tag haben wir dann einen Ausflug gemacht zum Riff. Dort konnten wir Schnorcheln und tausend Sachen mehr. Der Ausflug ging einen ganzen Tag. Wir sind mit so einem hypermodernen Boot dort hingefahren und von dort durch den Riff geschwommen. Das war wirklich schön obwohl das Wasser ab und zu noch ein bisschen trüb war vom Sturm der einige Tage zuvor rüber gefegt hatte. Unterwasserfotos haben wir auch gemacht aber die müssen noch entwickelt werden. Auf jeden Fall heute schon mal die zwölfte Galerie mit Bildern vom Great Barrier Reef.

Tiere – Tot und Lebendig

March 21st, 2008

Fauna gibt es überall. Der große Unterschied: hier in Australien gibt es Tiere gibt die fast nur hier leben wie zum Beispiel Kangaroos, Koalas, Kingfishers und Opossums. In der Wildnis zieht man regelmäßig diese Tiere. Auf Fraser Island sahen wir Dingos, in der nähe von Renmark zwei riesigen Waranen und im Inland sowieso viele Kangaroos.

Wir haben oft versucht die verschiedene Tiere zu fotografieren aber die sind manchmal so schnell dass das einfach nicht klappt. Wir haben aber ein paar schöne Bilder zusammen gestellt: Heute die elfte Galerie.

Fraser Island

March 20th, 2008

Fraser Island ist 122 km lang, durchschnittlich 15 km breit und umfasst 1600 km² bestehend aus Sand und Dünen. Damit ist Fraser Island die größte Sandinsel der Welt. Conny und ich haben vier Tagen auf Fräser Island verbracht. Es war für beide das absolute Highlight der Reise. In Rainbow Beach kauft man sich eine Genehmigung und fährt dann in Inskip Point auf die Fähre. Man kann grundsätzlich nur mit einem 4WD auf der Insel gelangen.

Die Natur und die Umgebung auf der Insel sind einzigartig. Strand, Regenwald, engen Buschwegen und Süßwasserseen. Dass man nur mit einem 4WD auf der Insel fahren kann, haben wir sofort gemerkt. Es gibt keine einzige feste Straße. Straßen bestehen aus Sand oder es gibt einfach gar keine Straße und man fährt wieder über Sand. Jedoch gibt es ab und zu Baumstämme, kleine Flüssen und steile Gefälle zu überwinden. Das war wirkliches Offroad Fahren. Es hat super Spaß gemacht und hier würde ich jeder Zeit wieder hin wollen. Kommendes Osterwochenende habe ich von Freitag bis Dienstag frei. Trotzdem reichen die 5 Tagen leider nicht da die Insel gute 2.000 Kilometer von Melbourne entfernt liegt. Schade, dafür geht es dann dieses Wochenende in den Grampians, nord-westlich von Melbourne.

Auf Fraser Island gibt es zwei kleine Dörfer mit jeweils eine Tanke und ein kleinen Laden. Der Sprit ist gute 50% teurer als auf dem Festland. Genauso wie Alkohol was über 50% des Sortiments ausmachte in den Läden. Wir hatten zum Glück für alles vorgesorgt und brauchten somit dort nichts einzukaufen. Weiterhin gibt es auf der Insel 8 Campingplätze und etliche Seen mit Strand wo man in herrlich klares azurblaues Wasser schwimmen kann. In den vier Tagen die wir dort waren, haben wir den größten Teil der Insel gesehen: Lake McKenzie, Champagne Pools, Lake Boomanjin, Eurong, Kingfisher Bay, Happy Valley… Aber man kann dort ruhig noch eine Woche länger verbringen, vor allem wenn es gutes Wetter ist. Kangaroos und Koalas gibt es leider nicht. Dafür jede menge Spinnen, Echse und echte reinrassigen Dingos. Davor sollte man allerdings aufpassen.
 
So, genug geschrieben. Alle Fotos von Fraser Island heute in de zehnte Galerie.

Offroad fahren

March 19th, 2008

Wenn man fast 10.000 km fährt in nur 4 1/2 Wochen Zeit, dann ist es auch mal schön um nicht nur auf asphaltierte oder Schotter Straßen zu fahren sondern auch mal so richtig “neben der Straße”. Dafür hatten wir ja auch das geeignete Fahrzeug und dieses Auto hatten wir ja auch genau deswegen gekauft. Man kommt mit einem ordentlichen 4WD einfach an abgelegenen schöneren Orten als mit ein normales Auto. Ich hatte nie Erfahrungen gesammelt mit Fahren im Gelände. Höchstens bin ich früher mal stecken geblieben als ich mich mal wieder verfahren hatte, wenden wollte und mich dann im matschigen Straßenrand festgefahren habe.

Zur Vorbereitung habe ich mich dann mit der Technik befasst, etwas gelesen über Fahrtechniken und Reifenspannung usw. Also beide ohne Offroad Erfahrungen; das sollte spannend werden. Mal sehen wie oft wir uns festfahren würden. Nun ja, glaube es oder nicht aber wir haben uns nur einmal festgefahren und das war als wir mit vollem Reifendruck durch den losen Sand auf Fraser Island fuhren. (Fotos von Fraser Island gibt es morgen.) Wir hatten natürlich die Reifen leerlassen können aber es handelte sich nur um ein kleines Stück. Mit Schaufel, ein Stück Holz und ordentlich Kraft auf allen vier Rädern im Low Range 4WD gelang es uns dann doch rasch wieder frei zu kommen. Eventuell lag es auch daran dass hinter uns ordentlich schnell die Flut hoch kam und wir schnell fort mussten von dort.

Vor allem aber war es geil zu erleben wie man mit so einem Fahrzeug einfach überall durch kommt. Es gibt manchmal Gelände wo man zu Fuß kaum durch kommt, mit dem Fahrrad schon gar nicht. Und das Auto kriegt dann einfach ruhig über Bäumen, durch Bachen und Flüssen, über Strand und fetten Felsbrocken. Bordkantsteine nehme ich von jetzt an auch einfach mit. Einfach weil ich es kann ;) Ich will euch dann auch die Bilder nicht vorenthalten. Hier sind sie in der neunte Galerie. Morgen übrigens unsere absolutes Highlight Fraser Island.

Hoch stand der Sanddorn

March 18th, 2008

Ich im Bikini und ich am FKK
Ich frech im Mini, Landschaft ist auch da – ja
Aber, wie schrecklich, die Tränen kullern heiß
Landschaft und Nina und alles nur schwarzweiß

So ein Glück das wir in der Zeit von Digitalkameras angekommen sind wo man den Farbfilm nicht mehr vergessen kann. Keine Sorgen also, all unsere Bilder sind in Farbe und alles ist echt! Wer Sonngebräunte (beim Holländer auch mal Sonngerötete) Körper sehen möchte guckt sich die achte Galerie an.

2008 Formula 1 Australian Grand Prix

March 17th, 2008

Am Wochenende wurde wieder die Formel 1 Saison eröffnet. Das erste Rennen dieser Saison fand statt im Albert Park in Melbourne. Dass Formel 1 teuer ist, werden die meisten sich vorstellen können. Seit gestern weiß ich auch das Formel 1 Live noch langweiliger ist als vor dem Fernseher sich das anzugucken. Nach sechs Stunden warten, bei 41°C ohne Schatten, Read the rest of this entry »